Manco
Capac
Der Legende
nach war der erste
Sonnensohn, Manco Capac, von überirdischer Herkunft.
Ausgangspunkt der Geschichte der Inka war wohl das heilige Gewässer
der Andenindianer, der Titicacasee. Manco begann hier seine lange Wanderung
nach Cuzco. Inti, sein Vater die Sonne, trug Manco Capac auf, steig
zur Erde hernieder und richte dort deine Herrschaft ein.
Eine Herrschaft der Freundlichkeit und Toleranz, der Erleuchtung und
Erkenntnis.
Lehre den Unwissenden Felder zu bestellen und Tiere zu züchten.
Unterweise sie auch in der rechten Religion. Gib ihnen auch Gesetze
und eine Ordnung. Denn ohne Gesetz und Ordnung gibt es kein Leben auf
der Erde. Inti gab seinem Sohn auch einen Zauberstab mit.
Dort, wo er sich von selbst in die Erde bohrt, soll er sein Reich gründen.
Wie bisher überall versuchte der Sonnensohn bei jeder Rast den
goldenen Stab in die Erde zu pflanzen, doch immer vergebens. An einem
Huaynapata genannten Ort, zwischen den Flüßchen Huatanay
und Tullumayo, empfing die Erde zum ersten Mal den Sonnenstab.
Das war das Land, das Manco Capac und sein Gefolge, die Ayaren, so lange
gesucht hatten.
An der Stelle wo der goldene Stab zum ersten Mal in den Boden einging,
unweit des Zusammenflusses der beiden Wasserläufe die das Tal von
Cuzco durchfließen, erbaute der 1. Inka seinen "Palais".
Ein Teil wurde der goldenen Sonne bestimmt und Inticancha, Sonnenhof,
genannt.
Manco Capac unterwies die Bewohner des Tales von Cuzco im Maisanbau
bzw. im Pflanzenanbau und er brachte ihnen den Genuß des kauens
der Kokablätter bei. Er schuf eine erste Rechtsordnung und lehrte
die Bevölkerung gut von böse zu unterscheiden. Der in den
Augen der peruanischen Indianer schlimmste Frevel, nämlich Mord,
Diebstahl und Götzendienste wurden streng bestraft.