Die Entdeckung der Seele
Paraguay und die Kunst Mendozas

Macht euch die Erde Untertan, spricht der Christengott. Ehrt und schützt jedes Wesen, ob Mensch, Tier oder Pflanze sagen die Guarani.

Die Ureinwohner Paraguays leben seit Anbeginn in einer Natur, die zugleich Biotop und Geisteswelt ist. Sie wollen die Natur nicht beherrschen, nicht entzaubern
-die Guarani sehen sich als Teil von ihr.
Mendoza hat in der spiritual durchströmten Welt der Guarani Paraguays die Seele der Kunst entdeckt. Seine Werke sind Wächter einer Kultur, die im Schatten der christlichen Zivilisation ihre Tradition, ihren Glauben bewahren will.

Jörg Quecke alias „Mendoza" wurde 1958 in Düsseldorf geboren. Bis er seine Liebe zu Paraguay entdeckte, war es ein weiter Weg. Als gelernter Einzelhandelskaufmann und Tischler schlug er sich in unterschiedlichsten Branchen durchs Leben. So fügt sich seine Faszination für den Werkstoff Holz mit den unvergesslichen Eindrücken zusammen, die er seit 1988 während mehreren Aufenthalten in Lateinamerika sammelte. Zu Paraguay und seinen Ureinwohnern entwickelte er eine besonders intensive Beziehung. Aus Jörg Quecke wurde Mendoza.
Mendozas expressive Skulpturen bestehen aus Holz, dem Stoff aus dem die einstigen Urwälder Paraguays waren. Die Werke wirken erdverbunden und sind dennoch nicht von dieser Welt. Sie sind wie Totems, insbesondere die Standbilder „Pareja Vieja" (1999) und „Guarani" (1989/1990).

Doch will Mendoza nicht die indianische Kunst nachahmen.
Seine Interpretationen geben der Stimme des Volkes einen ganz eigenen, zeitlosen Klang und ist doch durchdrungen vom Geist ihrer ursprünglichen Kultur.

 

 

 

 

 

 

Jörg Quecke

1958 nahe der Düsseldorfer Altstadt geboren.

Schule: bessere Noten in Kunst und Gestaltung
als in Rechtschreibung

Mitte der 70er Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann.

Danach in verschiedenen Berufen gearbeitet:
Lastwagenfahrer, EDV-Operater, Dekorateur-Inneneinrichter,
Dachdeckerhelfer, Tiefbau, Hochbau, Hausmeister, Waldarbeiter, Chemiearbeiter, Möbelrestaurator, Messebau, usw.

1980 Umzug von Düsseldorf nach Walsrode.
Anfang der 80er Ausbildung zum Tischler.

88/89 Erste Studienreise nach Mittelamerika & Kuba.
89/90 Zweite Studienreise nach Südamerika.

Es folgen noch weitere Aufenthalte in Lateinamerika.
Ab 89/90 Beginn der ersten Arbeiten mit dem Thema Südamerika.

Seit 1993 selbständig im Innenausbau, Restauration von
Fachwerkgebäuden, Kunst und Design.

1996 künstlerische Beratung und Ausführung im Baugewerbe.
Desweiteren fertige ich Tore und Geländer aus Eisen,
künstlerisch gestaltet, nach eigenen oder Ihren Entwürfen.